Er ist der glänzendste Vertreter eines Typs von Dichtung, der zu den ganz ursprünglichen gehört, und den man etwa "Dichtung als Wunscherfüllung" nennen könnte.
Hermann Hesse, 1919

Eine einzigartige Leistung, der ohne Zweifel ein geniehafter Zug anhaftet.
Carl Zuckmayer, 1929

Karl May ist einer der besten deutschen Erzähler, und er wäre vielleicht der beste schlechthin, wäre er eben kein armer, verwirrter Proletarier gewesen.
Ernst Bloch, 1929

Der bisher letzte Großmystiker unserer Literatur.
Arno Schmidt, 1955

Ich bin ein begeisterter Anhänger Karl Mays.
Johannes Mario Simmel, 1973

Solch ein Naturtalent wird nur alle hundert Jahre geboren.
Erich Loest, 1975

Ich habe immer Karl May gespielt, mit echten Pistolen! Henry-Stutzen habe ich da drauf geschrieben. Kindlicher Übermut war’s. Ich wäre gern Winnetou gewesen. Es tat mir immer leid, dass ich nie Winnetou war.
Armin Müller-Stahl

Winnetou. Der war großartig. Als Kind träumte ich davon, Winnetous Schwester Nscho-tschi zu sein.“
Ursula von der Leyen

Ich hab geweint, als Winnetou starb!
Harry Rowohlt

Als Kind träumte ich mich in die weite Welt von Winnetou, Old Shatterhand, Nscho-tschi und Kara Ben Nemsi. Bei mir hing als junges Mädchen zunächst Winnetou im Zimmer, dann irgendwann Che Guevara.
Claudia Roth

Ich hab’ auch Karl May gelesen. Dadurch wendet man Praktiken, die man da gelernt hat, in unserer Neuzeit an. Wie zum Beispiel das ausdauernde Laufen, das nach Karl May vereinfacht wird, wenn man das Gewicht immer nur auf das linke Bein legt und dann, wenn es nicht mehr kann, auf das rechte. So wird immer ein Bein geschont. Ich hab’ das dermaßen falsch verstanden, ich bin dann zur Schule gerannt, indem ich auf dem rechten Bein gehüpft bin und dann wieder auf dem linken Bein.
Helge Schneider

Und erst jetzt, nach 10 und 73 Jahren spüre ich, dass dieser Erzähler etwas kann, was zur Vollkommenheit tendiert: In jedem Satz ist das Ganze enthalten. Und diesen Reichtum gibt es, auch wenn der Leser nur einen Teil, seinen Teil davon wahrnimmt! Das ist der unzerstörbare Reichtum der Literatur.
Martin Walser (Ein unbestellbares Glück. In: Welt am Sonntag Nr. 36 vom 4. September 2011, S. 17)