Mittwoch, 25.01.2012 – Vortrag: Zum 100. Todestag Karl Mays: Karl May - ein (Anti-)Christ?. Freiburg
(bekannt gemacht am 24.11.2011)

Religiöse Themen spielen im Werk Karl Mays eine große Rolle. So eröffnet zum Beispiel ein Gespräch über Glaubensfragen den ersten Band („Durch die Wüste“) seiner „Gesammelten Werke“. Bekannt ist, dass Karl May in seinen späteren Jahren für ein überkonfessionelles Christentum und eine allgemein menschliche Religion des Friedens eintrat. Was hat das aber bei einem Autor zu sagen, der lange Zeit als katholischer Schriftsteller auftrat, bis ans Licht kam, dass er in Wirklichkeit Protestant war? Wie verträgt sich das alles mit Karl Mays Beschäftigung mit dem Spiritismus? War er praktizierender Spiritist oder doch nur – wie er es formuliert hat – Spiritualist? War Karl May Christ oder ein Wolf im Schafspelz? Spannende Fragen, für die es keine einfachen Antworten gibt. Der Vortrag informiert über die Rolle des christlichen Glaubens und seiner wichtigsten Motive in allen Schaffensabschnitten Karl Mays, aber auch über seine liberale und kenntnisreiche Auseinandersetzung mit anderen Religionen.
Veranstaltungsort: Kath. Gemeindezentrum St. Franziskus (Pfarrei St. Cyriak), Freiburg im Breisgau, Prinz-Eugen-Str. 2
Beginn: 20:00 Uhr
Der Eintritt ist frei. Spenden werden erbeten.
Referent: Dr. Marcus Jurij Vogt, Rechtsanwalt, arbeitet seit 1995 bedachtsam mit Impulsen, die May zur Balkanhalbinsel – über Jahrhunderte als Teil des Osmanischen Reiches „Orient“ – und zum Islam gab.